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Wie ein Hahn zu seinem Namen kam


Der Mini-Zoo ist fester Bestandteil des Schulalltags am DPFA-Regenbogen-Gymnasium. Ihm gehören Hühner, Schaben, Prachtschmerlen, Rennmäuse, Rosenkäfer, Fadenfische und Stabheuschrecken an. Große Resonanz gab es auf einen ganz besonderen Wettbewerb, bei dem die Schüler:innen Sinn für Humor bewiesen.

Eine Packung Hühnereier. Das ist die Währung, mit der am Augustusburger Gymnasium des Öfteren zu allen möglichen Anlässen gehandelt wird – zum Beispiel als Dankeschön oder eben auch mal als Hauptpreis: Und zwar für Emely (Klasse 7) und Antonia (Klasse 8). Sie sind die glücklichen Gewinnerinnen eines besonderen Wettbewerbs, der die gesamte Schule erfasste: Wie soll unser neuer Hahn heißen? Mehr als 60 Vorschläge gingen ein: Albert Eggstein, Findus, Galileo, Hahns, Huhnibert, Mr. August, McChicken oder auch Süß-sauer waren einige der Ideen, die die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer:innen einreichten.

Das Wichtigste an diesem Video ist die Tonspur: Kräftig krähen kann der Augustusburger „Gockel“ selbstverständlich – wie sich das für einen ordentlichen Hahn gehört. Das Gehege liegt am Rande des Schulhofs in einer ruhigen, grünen Lage. Video: Jan Bandemer/DPFA Augustusburg

Die Wahl der rund 20 Tierpfleger des Mini-Zoos, die sich aus allen Klassenstufen des Gymnasiums zusammensetzen, fiel schließlich auf Emelys und Antonias majestätischen Vorschlag „Arthur“. Dieser trägt seinen Namen fortan mit stolz geschwelltem Kamm.

Biologie-Lehrer Jan Bandemer beschreibt, wie schwierig die Suche nach einem neuen „Hahn im Korb“ für den Mini-Zoo in Augustusburg war: „Der letzte Hahn – August – ist uns leider ausgeflogen und nie zurückgekommen. Zu dieser Zeit ging vermutlich ein Fuchs um. Unseren Ersatzhahn „Caruso“ mussten wir der Besitzerin zurückgeben, da er nicht mehr derselbe war, nachdem ebenfalls ein Fuchs das Gehege heimgesucht hatte. Daraufhin haben wir ein Küken geschenkt bekommen – und wie es der Zufall wollte, war es ein junger Hahn, der sich inzwischen prächtig entwickelt hat“, so Jan Bandemer, der den 2019 offiziell gegründeten Mini-Zoo leitet. Auch vorher gab es bereits Tierhaltung am Gymnasium.

Ein bunter Hahn steht in einem Hühnerstall.
Der stolze Hahn mit seinen Hennen: Mehr als 60 Vorschläge für einen Namen für das tierische Oberhaupt gingen beim Kreativwettbewerb ein. Die Tierpfleger des Mini-Zoos stimmten schließlich für „Arthur". Foto: Jan Bandemer/DPFA Augustusburg

Fütterung wird digital koordiniert

„Den Mini-Zoo verwalten wir mit einer eigens angelegten Homepage. Damit können Schülerinnen und Schüler an den Terrarien und Gehegen QR-Codes scannen und noch vor Ort Pflegeprotokolle ausfüllen. Ob es den Hühnern gut geht, können wir live mit zwei LTE-Außenkameras (eine im Stall, eine im Gehege) überprüfen“, beschreibt Jan Bandemer das Procedere.

Wichtig ist dem Fachlehrer vor allem, dass im Mini-Zoo der Tierschutzgedanke im Vordergrund steht. „Als Schule versuchen wir, mit Hilfe der Tiere bei den Schülern ein Verständnis für die Tiere zu entwickeln sowie Respekt vor und im Umgang mit Tieren zu vermitteln. Wir wollen die Schüler befähigen, die Bedürfnisse der Tiere verstehen zu lernen. Damit einher geht natürlich, dass die Pflege der Tiere auch das Verantwortungsbewusstsein der Schüler fördert. Durch die Pflege unserer Tiere im Mini-Zoo wächst auch die Chance, dass die Schüler Empathie für Nutztiere in der Industrie entwickeln und vielleicht beim Einkauf mit der Familie ihre Meinung sagen, wenn die Eltern beispielsweise Fleisch aus Massentierhaltung kaufen wollen“, so Bandemer.

Schulkinder halten Rennmäuse auf ihren Händen.
Dieses Bild entstand im Januar 2020 und damit vor der Corona-Pandemie: Auch Rennmäuse gehören zum Mini-Zoo, ebenso wie Schaben, Rosenkäfer, Stabheuschrecken, Fadenfische und Prachtschmerlen. Für die Fütterung der Tiere und die Säuberung der Gehege gibt es einen digitalen Dienstplan. Foto: Caroline Lindner/DPFA Augustusburg

Erfahren Sie mehr über das Schulkonzept sowie die Ganztagsangebote an unserem DPFA-Regenbogen-Gymnasium Augustusburg.