Forschen, Experimentieren und Gleichgesinnte treffen
Vom 22. bis 25. Juni 2026 nahmen drei Schülerinnen des DPFA-Regenbogen-Gymnasiums Augustusburg am plusMINT-Camp am Landesgymnasium Sankt Afra zu Meißen teil: Louisa Ebert und Leah Löbner aus der Klasse 9b sowie Ava Sinnig aus der Klasse 8.
Für die Schülerinnen war die Teilnahme mehr als eine Exkursion. Sie bot die Chance, sich über den Unterrichtsstoff hinaus intensiv mit naturwissenschaftlichen Themen zu beschäftigen, andere interessierte und leistungsstarke Jugendliche kennenzulernen und war zugleich eine Anerkennung für ihre herausragenden Leistungen.
Der Start ins Camp
Schon die Anreise wurde zum ersten gemeinsamen Erlebnis. Von Flöha aus fuhren die drei auf eigene Faust mit dem Zug über Dresden-Neustadt nach Meißen. Dort empfingen Teilnehmende des plusMINT-Camps die Augustusburger Schülerinnen. Gemeinsam kletterten sie hoch auf den Berg zur Schule, wo sie mit einem großartigen Blick über das Elbtal belohnt wurden.
Lernen in besonderer Atmosphäre
Der Austragungsort passte hervorragend zum Anliegen des Camps. Die Schule legt Wert auf individuelle Förderung, Freiräume zur Vertiefung eigener Interessen und die Möglichkeit, selbst forschend tätig zu werden. Genau diese Atmosphäre erlebten auch die DPFA-Schülerinnen während der vier Tage in Meißen.
Molekularbiologie zum Anfassen
In den Projektgruppen arbeiteten die Teilnehmenden mit viel Praxis, aber auch mit anspruchsvoller Theorie. Louisa und Leah nahmen am Projekt „Dem Leben im Wasser auf der Spur“ teil. Dabei untersuchten die Teilnehmenden Umwelt-DNA, also genetische Spuren, die Lebewesen in Gewässern hinterlassen. Sie entnahmen Wasserproben, bestimmten abiotische Parameter wie Temperatur, pH-Wert und Leitfähigkeit, extrahierten DNA und werteten die Proben anschließend mithilfe von PCR und Agarose-Gelelektrophorese aus. Besonders eindrucksvoll war für Louisa der Moment, „als die Banden unter UV-Licht sichtbar wurden“ – ein Augenblick, in dem molekularbiologische Arbeit plötzlich greifbar wurde.
Spannende Experimente im Labor
Ava Sinnig beschäftigte sich im Bereich der analytischen Chemie mit archäologischen Fragestellungen. Auf dem Programm standen unter anderem Flammenfärbung, Boraxperlen, die Herstellung von Säuren mithilfe selbst gebauter Retorten sowie die Trennung von Gold und Silber. Besonders beeindruckte sie, „wie gut man tatsächlich Archäologie mit analytischer Chemie verbinden kann“. Auch die Vielfalt der Experimente und die Materialien, die dafür zur Verfügung standen, blieben ihr besonders in Erinnerung.
Zwischen Forschung und Gemeinschaft
Der Tagesablauf war intensiv: Nach dem Frühstück arbeiteten die Gruppen vormittags und nachmittags an ihren Projekten. Mittags wurde gemeinsam gegessen, abends bereiteten die Teilnehmenden das Essen teilweise selbst zu – von Pizza aus dem Pizzaofen über selbst gekochte Nudeln bis zum Grillabend auf der Festwiese. Neben der fachlichen Arbeit blieb auch Zeit für Kartenspiele, Schach, Gespräche und einen kleinen Stadtrundgang durch Meißen.
Begeisterung für MINT und neue Freundschaften
Gerade diese Mischung aus anspruchsvoller MINT-Arbeit und gemeinschaftlichem Erleben machte das Camp besonders. Ava beschreibt das Projekt als „eine sehr gute Abwechslung an Theorie und Praxis“. Louisa fand es spannend, Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Orten kennenzulernen und erste Einblicke in DNA und Genetik zu bekommen. Beide Erinnerungsprotokolle zeigen: Die Tage waren fachlich intensiv, aber auch geprägt von gemeinsamer Neugier, Offenheit und viel Freude am Ausprobieren.
Bleibende Eindrücke
Am Ende standen Präsentationen, Auswertung, Urkunden und viele neue Eindrücke. Für die DPFA-Schülerinnen war das plusMINT-Camp eine wertvolle Gelegenheit, eigene Interessen zu vertiefen, neue Methoden kennenzulernen und sich mit anderen MINT-begeisterten Jugendlichen auszutauschen. Ava bringt es auf den Punkt: Sie haben in kurzer Zeit „extrem viel gelernt“ – und dabei gemeinsam mit neugierigen, motivierten Menschen auch sehr viel Spaß gehabt.



