Ein Gemeinschaftsprojekt blüht auf
Es duftet nach Erde, frischem Holz und Kräutern: Mit der Fertigstellung des Grünen Klassenzimmers hat das DPFA-Regenbogen-Gymnasium Augustusburg einen Ort geschaffen, an dem Kinder und Jugendliche Natur mit allen Sinnen erleben können.
Was als Wunsch der Schüler begann, ist durch viele helfende Hände und starke Partner zu einem Herzensprojekt für die ganze Schule geworden.
Von der Idee zum Plan
Den Anstoß gaben die Schülerinnen und Schüler der heutigen Klasse 11 in einer Klassenleiterstunde: „Wir wünschen uns mehr Grün auf dem Schulhof und mehr Unterricht im Freien.“ Diese Idee wurde in die Klassensprecherkonferenz gebracht. Die daraus entstandenen Wünsche nahm Geographielehrerin Anja Schüssler auf. Von Anfang an hielt sie die Fäden in der Hand und begleitete das Projekt bis zur Fertigstellung. „Nur wer Natur erlebt, kann sie auch lieben und schützen – darum war es mir wichtig, die Kinder selbst zu Gestaltern zu machen“, so Schüssler. In ihrem Profilunterricht Ackerdemie erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler nach dem bewährten Dillinger Modell naturnahe Erlebnisräume: etwas zum Klettern, Verstecken, mit Schatten, bunten Blumen und gemütlichen Sitzecken. So wuchs Schritt für Schritt der Plan, wie unser Grünes Klassenzimmer aussehen könnte.
Die offizielle Planung übernahm Silke Kaden von „Naturnahe Gartengestaltung“. So konnte die Idee Schritt für Schritt Gestalt annehmen: Sitzatrien, Pflanzflächen mit heimischen Wildpflanzen, Rückzugsorte, Trockenmauern und Biotopelemente entstanden auf dem Papier.
Die Mitmachbaustelle – Lernen mit Kopf, Herz und Hand
Im August 2025 wurde es ernst: Aus Papierplänen wurde Realität. Auf der Mitmachbaustelle waren fünf Tage lang die Klassen 8–10 im Wechsel aktiv beteiligt und arbeiteten mit Schaufel, Schubkarre und Gartengeräten, setzten Steine, verteilten Erde und bepflanzten die Beete. Angeleitet wurde die Arbeit von Frau Kaden und vier engagierten Praktikantinnen und Praktikanten, die sich in der Ausbildung zum Naturgärtner befinden.
Natürlich wurde nicht nur gearbeitet, sondern auch gemeinsam genossen: Eis, Kuchen, belegte Brote, Waffeln, Crêpes und Obstpausen stärkten die Teams und machten die Baustelle auch zu einem Ort des Miteinanders.
Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler sprechen für sich:
Die Klasse 9a schreibt: „Wir fanden das Projekt sehr gut, weil wir selber mit anpacken konnten. Durch unsere Mitarbeit können wir das Grüne Klassenzimmer mehr wertschätzen, da wir nun wissen, wie viel Arbeit das macht.“
Die Klasse 10 ergänzt: „Trotz der Arbeit in praller Sonne war es ein sehr guter Ausgleich zum Schulleben. Wir konnten unser Wissen zum Beispiel aus der Physik anwenden und Neues lernen. Es ist ein schönes Beispiel, wie viel man als Team schaffen kann.“
Unterstützung durch Förderer und Eltern
Ein Projekt in dieser Größenordnung ist nur mit starker Unterstützung möglich. Wir danken unserem Bürgermeister Jens Schmidt für die Freigabe des Baus auf dem Grundstück der Stadt Augustusburg. Unser besonderer Dank gilt unserer Geschäftsführerin der DPFA Akademiegruppe, Catrin Liebold, und dem Förderverein der Schule, die mit einem großzügigen Betrag den größten Teil finanziert haben. Einzelne Eltern übernahmen besondere Aufgaben – so stellten sie beispielsweise Werkzeuge wie Schubkarren, Rechen oder Schaufeln, holten Angebote für Baumaterialien ein, stellten Förderanträge, spendeten eine Sitzbank, organisierten und lieferten Baumstämme für die Beetumrandungen oder halfen tatkräftig beim Bau der Mauern mit. DANKESCHÖN an alle!
Ein Ort, der wächst und lebt
Heute ist das Grüne Klassenzimmer mehr als nur ein gestalteter Bereich des Schulhofs:
Ein Lernort – Unterricht im Freien, Naturbeobachtung und Umweltbildung werden greifbar.
Ein Erlebnisraum – zum Spielen, Entdecken, Verstecken, Balancieren und Klettern.
Ein Rückzugsort – zum Ausruhen, Reden und Staunen zwischen Blumen, Kräutern und Bäumen.
Das Projekt endet nicht mit der Fertigstellung: Jede Klasse übernimmt künftig eine Patenschaft für einen Bereich, sodass Pflege, Verantwortung und Naturerleben Hand in Hand gehen.
„So ist ein Ort entstanden, der unsere Schule nicht nur schöner, sondern auch gemeinschaftlicher macht – ein Projekt, das zeigt, was möglich ist, wenn viele Hände und Herzen zusammenarbeiten“, fasst die Schulleiterin Tanja Mehnert zusammen.
Die offizielle Einweihung erfolgt am 28.11.2025 zur 15-Jahr-Feier des Gymnasiums mit Weihnachtsmarkt und Tag der offenen Tür.




